Geschichte

Gründungskapelle
Ein Teil der Gründungskapelle Auer Otterfing und Pitzmann im Jahr 1928
stehend v. l. n. r.: Merchtlbauer, Fröhlich, Schertler, Zauner Franz, Pitzmann, Haigerer
sitzend v. l. n. r.: Karrer Stefan, Koperator Hochaltinger, Lehrer Gabriel, Auer Otterfing, Schmid Mierling, Egger Öppelhausen
Merchtlbauer Fröhlich Schertler Koperator Hochaltinger Lehrer Gabriel Zauner Franz Pitzmann Egger Öppelhausen Haigerer Karrer Stefan Josef Voggenberger,  Auer in Otterfing Schmied Mierling

Die Trachtenmusikkapelle Feldkirchen bei Mattighofen trat erstmals am 17. August 1913 öffentlich auf. Gründer und erster Kapellmeister war Josef Neureiter, "Edelmann" von Otterfing, der aus Kuchl bei Salzburg stammte. Etwa um die Mitte der zwanziger Jahre gab es innerhalb der Kapelle Zwistigkeiten, die zu einer Spaltung führten. Die Leitung der zweiten Kapelle übernahm Josef Voggenberger, "Auer in Otterfing", der bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges die Kapellmeisterstelle innehatte. Über die schwierigen Kriegsjahre führte Franz Pitzmann, Tischlermeister und Organist von Feldkirchen, die Kapelle hinweg. Nach Kriegsende begann Johann Fröhlich, unter Kapellmeister Voggenberger, bereits als Musiker, die Kapelle wieder aufzubauen. Im Jahre 1948 erhielten die Musiker eine neue Uniform: graue Blusen und graue Tellerkappen. Johann Fröhlich blieb bis 1954 Kapellmeister, wechselte sich mit seinem Nachfolger, Andreas Höflmaier, "Koarner" zu Vormoos, jedoch bis 1959 die Leitung ab. Andreas Höflmaier blieb zwar offiziell bis 1963 Kapellmeister, doch studierte im Jahre 1962 bereits Hans Kolbenschlag die Stücke ein. Dazwischen hatte auch Franz Eisenmann-Strobl, der damalige Obmann, die Kapelle eine zeitlang geführt. 1963-1968 waren Hans Kolbenschlag aus Mattighofen und 1968-1971 Adolf Kürner, ein gebürtiger Feldkirchner und ehemaliger Militärmusiker, Kapellmeister.

Unter der Leitung von Adolf Kürner wurde der Musikerstand vergrößert und verjüngt, 1970 die erste Tracht angeschafft. Infolge beruflicher und örtlicher Veränderungen legte Adolf Kürner im Jahre 1971 seine Funktion als Kapellmeister zurück und übergab den Taktstock an den damaligen Lehrer und aktiven Musiker Hermann Bernroider. In den zwölf Jahren unter Kapellmeister und Stabführer Hermann Bernroider, inzwischen Leiter der Volksschule Feldkirchen, erhielt die Kapelle viele musikalische Impulse und entwickelte große Aktivität. So konnten zwölf Jungmusiker in die Kapelle integriert werden. 1980 wurde die Tracht zur Gänze erneuert und im Laufe der Jahre eine schrittweise Neuinstrumentierung durchgeführt, wobei einige Musiker ihr Instrument aus eigener Tasche bezahlten. 1980 erhielt die Ortsmusikkapelle Feldkirchen zusätzlich eine Feuerwehruniform und ist seither auch Feuerwehrmusikkapelle des Bezirkes Braunau. Ein Mann, der sich in all den Jahren nach dem Ende des Zweites Weltkrieges große Verdienste um den Erhalt der Kapelle erworben hatte, soll nicht vergessen werden: Franz Eisenmann, Vater des damaligen Obmannes und Großvater des jetzigen 1. Flügelhornisten.

Im Jahre 1996 legte Hermann Bernroider sein Amt als Kapellmeister zurück und Andreas Haberl, Hauptschul- und Musikschullehrer aus Geretsberg, übernahm für 1 Jahr die Leitung der Kapelle. Danach ergriff Gerald Mitterbuchner, Hauptschullehrer aus Oichten, den Taktstock, außerdem übernahm auch Hermann Bernroider wieder Verantwortung als Kapellmeister. Seit Anfang 1997 wird also die Musikkapelle Feldkirchen von 2 Kapellmeistern geleitet. Obmann ist Peter Schöberl, Prokurist der Raika Feldkirchen, der nach dem plötzlichen Tode von Franz Eisenmann dessen Amt übernommen hatte. Stabführer ist Rudolf Schmitzberger, er hat auch schon mehrere Male mit "ausgezeichnetem Erfolg" an Marschwertungen teilgenommen.

Stabführer Schmitzberger Rudi

Im Dezember 2000 hat Dir. Hermann Bernroider das Amt des Kapellmeisters zurückgelegt. Er war somit von 1971 bis 2000 (bis auf das Jahr 1996 und seit 1997 gemeinsam mit Gerald Mitterbuchner) Kapellmeister der Musikkapelle Feldkirchen. Hermann Bernroider ist außerdem Bezirksobmann des Bezirkes Braunau und aktiver Musiker der Musikkapelle Feldkirchen. Seit Beginn 2001 ist Gerald Mitterbuchner Kapellmeister der Musikkapelle Feldkirchen.

Die Musikkapelle hat sich in diesen Jahren gut weiterentwickelt. Von ca. 30 Aktiven zu Beginn der 90er Jahre ist die Kapelle nun auf 50 Musikerinnen und Musiker angewachsen. Viele neue Instrumente wurden eingeführt: Bassklarinette, Oboe, Glockenspiel, Pauken, ... Unter der Leitung von Gerald Mitterbuchner nahm die MK Feldkirchen mehrmals sehr erfolgreich an Konzert- und Marschwertungen teil. Das Frühjahrskonzert in der Turnhalle ist fixer Bestandteil im Jahresprogramm geworden. Traditionelle Blasmusik geht dabei Hand in Hand mit symphonischer Blasmusik und gepflegter Unterhaltungsmusik. Gerald Mitterbuchner erstellte auch im Jahre 2001 die erste Homepage des Musikvereins. Von da an arbeitete er auch intensiv an einem digitalen Fotoarchiv, welches teilweise auf der Homepage einzusehen ist. Seit einigen Jahren ist Thomas Stadler verantwortlich für die Hompage der Musikkapelle. Durch tolle Umsetzung verschiedenster Ideen ist die Homepage zu einer gern besuchten Internetseite unserer Musiker geworden. 2003 gründete Gerald „Die Böhmische Partie“, eine kleine Blasmusikgruppe von ca. 18 Personen, die andere und weitere Dienste im Rahmen der MK Feldkirchen anbieten kann. In den letzen Jahren hat sich die „Die Böhmische Partie“ gut entwickelt. Auftritte im Gastroland in Bad Füssing und im Müllner Bräustübl bestätigen das.

Die böhmische Partie

Im Jänner 2004 bezogen wir das neue Probelokal. In die Planung waren besonders stark Peter Schöberl, Hermann Bernroider und Gerald Mitterbuchner eingebunden. Es ist dabei ein beispielhaftes Vereinslokal entstanden, welches heute von allen Musikern geschätzt und gerne benützt wird. Bei den unzähligen freiwilligen Arbeitseinsätzen sind neben vielen anderen besonders Heinrich Kürner und Sepp Huber zu erwähnen. In technischer Hinsicht haben Gerald Mitterbuchner und Thomas Stadler viele Erneuerungen ins Probelaokal gebracht: digitales Tonstudio, Mikrofone im Proberaum, digitales MP3-Blasmusikarchiv, digitales Notenarchiv, Verlinkung Büro und Aufenthaltsraum, Ton- und Bildwiedergabe im Aufenthaltsraum mittels CD, DVD und Computer, ...

Proberaum Einzelproberaum Aufenthaltsraum Archiv

Seit Februar 2006 ist Thomas Hupf Obmann und Franz Eisenmann-Strobl Obmann-Stellvertreter der Musikkapelle Feldkirchen. Die beiden haben somit die langjährig und vorbildhaft dienenden Funktionäre Peter Schöberl und Sepp Huber abgelöst. 2007 sind erstmals wieder junge Stabführer an der Spitze der Musikkapelle marschiert: Andreas Schöberl und David Stadler.

Alle Gesamtfotos der Musikkapelle Feldkirchen b. M.